In einem neuerlichen Runden Tisch hat sich der Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention unter der Leitung von Bernhard Seidenath mit den Auswirkungen des Hebammenhilfevertrags auseinandergesetzt.
Dazu berichtete Mechthild Hofner, Vorsitzende des Bayerischen Hebammenverbands, von Einkommenseinbußen. Tanja Brembs von der Abrechnungszentrale für Hebammen (AZH) belegte dies mit Zahlen. Aus der Auswertung von 92 von circa 140 Beleghebammenteams in ganz Deutschland folgt: trotz höherer 1:1-Vergütung und steigender 1:1 Betreuungsquote sank der durchschnittliche Erlös der freiberuflich tätigen Hebammen seit Inkrafttreten des neuen Vertrags am 1. November 2025 pro Geburt um durchschnittlich 12 Prozent.Die Abgeordneten – neben Bernhard Seidenath die beiden Staatsministerinnen a.D. Melanie Huml und Carolina Trautner sowie Martina Gießübel – machten mit Blick auf den Internationalen Hebammentag am 5. Mai deutlich, dass sie an der Seite der Hebammen stehen. Sie begrüßten, dass auch auf politischen Druck hin der Hebammenhilfevertrag etwas nachgebessert wurde. „Wir müssen weiter daran arbeiten, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Hebammen nachzubessern. Nullrunden würden vielleicht gerade noch so gehen. Aber Einkommenseinbußen sind ein No-Go. Denn wir brauchen die Hebammen an der Seite unserer Familien“, so Seidenath.



